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Dienstag, Januar 28, 2020
Start Ladeinfrastruktur BMW bekräftigt Pläne für Wasserstoff-E-Mobilität

BMW bekräftigt Pläne für Wasserstoff-E-Mobilität

BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich hat im Interview mit Automotive News ausführlich über die Strategie des Autokonzerns bei alternativen Antrieben gesprochen. Die Bayern setzen demnach mindestens bis 2030 auf flexible Architekturen und Produktionen für mehrere Antriebsarten. Zu den geplanten Modellen gehören auch mit Wasserstoff arbeitende Brennstoffzellen-Stromer.

Nach dem in den letzten Jahren starken Fokus auf teilelektrische Plug-in-Hybride bringt BMW nun neue reine Batterie-Elektroautos auf den Markt. Im letzten Jahr wurde mit dem BMW i Hydrogen NEXT aber auch ein Update zum aktuellen Stand bei Wasserstoff-Technologie gegeben. 2022 soll eine entsprechend angetriebene Kleinserie vorgestellt werden, die auf dem aktuellen X5 basiert.

Fröhlich sagte im Gespräch mit Automotive News, dass BMW zusammen mit Toyota Brennstoffzellen produzieren und Anfang des neuen Jahrzehnts mit der Pilotproduktion der zweiten Generation von Wasserstoff-Modellen beginnen werde. Als erste Baureihen seien die SUV X6 und X7 vorgesehen. Zum zuvor angekündigten Wasserstoff-X5 äußerte er sich nicht.

Dass viele exklusiv mit Batterie fahrende Autos für klar im Vorteil gegenüber Wasserstoff-Elektrofahrzeugen halten, liegt neben der kaum existenten Infrastruktur zum Tanken vor allem an den hohen Kosten. Ein Brennstoffzellen-Antrieb koste derzeit noch „etwa zehnmal so viel wie ein Batterie-Elektroauto-System“, so Fröhlich. BMW habe aber vor, das Preisniveau bis zum Jahr 2025 mit der dritten Generation seiner skalierbaren Brennstoffzellen-Technologie anzugleichen. Dies könnte zur Produktion von „Hunderttausenden“ Wasserstoff-Fahrzeugen führen.

Die erwartete Entwicklung bei Brennstoffzellen mache diese ab 2025 zur geeigneten Antriebstechnologie für Pkw. BMW sehe Brennstoffzellen jedoch vor allem als praktikable Lösung für leichte und schwere Nutzfahrzeuge, so Fröhlich. Für diese würden wie bei Autos immer strengere, nur mit Elektrifizierung erreichbare Emissionsvorgaben gelten. Man könne einen Schwerlaster aber nicht nur mit Batterien betreiben, da dies die Nutzlast deutlich senken würde.

Mit Blick auf die bislang noch fehlende Wasserstoff-Infrastruktur meinte Fröhlich: „Mit einer einzelnen Station kann man eine Flotte von 100 wasserstoffbetriebenen leichten Lkw über Nacht tanken. Um die 200 Nachfüllstationen entlang von Fernstraßen könnten tausende schwerer Lastwagen in ganz Europa bedienen, was das Ganze auf der Infrastruktur-Seite realisierbar macht.“

Dieser Blog Artikel wurde auf ecomento.de veröffentlicht.

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