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CATL beauftragt Hoppecke mit Batterie-Services in Europa

CATL beauftragt Hoppecke mit Batterie-Services in Europa

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Der deutsche Energiespeicherspezialist Hoppecke hat mit Chinas Batteriezellen-Hersteller CATL einen europaweiten Partnervertrag unterzeichnet. Hoppecke übernimmt im Auftrag von CATL die Prüfung, Reparatur und den Austausch der in Elektrofahrzeugen verbauten Lithium-Ionen-Batterien.

CATL fasst bekanntlich zunehmend den europäischen Markt ins Auge und investiert dort massiv in Werke, Forschung- und Entwicklung, Logistik und den Aufbau von Lieferketten. Bekanntestes Projekt ist die Errichtung einer Batteriezellen-Fabrik am Erfurter Kreuz. Auch für den After-Sales-Service verlässt sich der chinesische Konzern künftig auf Know-how aus Deutschland: Der Mittelständler Hoppecke wird sich zu Beginn der neuen Partnerschaft auf Dienstleistungen für kommerziell genutzte Fahrzeuge in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Ungarn konzentrieren.

Das im Sauerland beheimatete Familienunternehmen verfügt über rund 2.000 Mitarbeiter und 23 Tochtergesellschaften. Hoppecke ist über die 2019 gegründete Tochter Intilion selbst Batteriesystemhersteller mit Fokus auf Bahn- und Metroanwendungen, Gewerbe- und Großspeicher sowie Flurförderzeuge. Die Firma bezeichnet sich selbst als größten europäischen Hersteller von Industriebatterien in privater Hand.

Bereits länger – seit 2005 – bündelt das Unternehmen außerdem Batterieserviceaktivitäten unter dem Dach der Hoppecke Service GmbH & Co. KG. Konkret bieten die Sauerländer Servicelösungen für Blei-Säure, FNC (Nickel-Faserstruktur) und Lithium-Ionen-Speichersysteme an. Das Portfolio umfasst klassische Wartungs- und Instandhaltungsdienstleistungen sowie Analyse, Beratung, Trainings und Mietmodelle. Außerdem Remote Services, Betreiber- und Pay-per-Use-Geschäftsmodelle.

Mit mehr als 300 Servicetechnikern in Europa sei man für die Belange von CATL in puncto europaweiter Präsenz und Erfahrung bestens aufgestellt, lässt Hoppecke in einer Mitteilung wissen. Der sichere Umgang mit defekten Lithium-Batterien und die Arbeit an Hochvoltsystemen sei sensibel und erfordere viel Erfahrung. In Auftrag von CATL werden die Techniker künftig Werkstätten dabei helfen, sichere Diagnosen zu stellen und anschließende Reparaturen vorzunehmen.

„Der Vertrag mit CATL ist Bestätigung unserer Strategie, uns herstellerunabhängig als Energiespeicherexperten für alle Batterietechnologien und ein breites Feld von Anwendungen aufzustellen“, äußert Serviceleiter Kai Köllermann.  Zugleich sei die Partnerschaft Ansporn, den Hoppecke-Service konsequent weiterzuentwickeln. „Als in den letzten Jahren andere Marktbegleiter das Servicegeschäft aus der Hand gegeben haben, haben wir unser Service-Netzwerk in Europa kontinuierlich ausgebaut. CATL sucht Partner, die mit dem schnellen Wachstum Schritt halten können und die die gleiche kundenorientierte Philosophie teilen.“

Während CATL also vom bereits vorhandenen Netzwerk des Mittelständlers profitieren wird, gewinnt Hoppecke umgekehrt unter anderem „einen wichtigen strategischen Partner für die Beschaffung von qualitativ hochwertigen Lithium-Ionen-Zellen“ für das Batteriesystemgeschäft der Tochter Intilion. Im Zuge der neuen Kooperation kündigt Hoppecke auch an, seinen Service-Standort bei Intilion in Zwickau erheblich ausbauen und die direkte Verknüpfung zur Lithiumsystemmontage und zu den Entwicklungsteams für seine Service-Zwecke nutzen zu wollen. Aus dem einstigen F&E-Standort in Zwickau sei mittlerweile ein Kompetenz- und Wertschöpfungzentrum rund um die Lithium-Ionen-Technologie mit rund 100 Mitarbeiter entstanden, heißt es aus der Unternehmenszentrale. Neben Zwickau hat die Intilion GmbH auch Geschäftsableger in Paderborn und China.
hoppecke.com

Dieser Blog Artikel wurde auf Speichertechnik – electrive.net veröffentlicht.

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