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Grüne kritisieren Verzögerung bei höherer E-Auto-Kaufprämie

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Grüne kritisieren Verzögerung bei höherer E-Auto-Kaufprämie

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Die Hängepartie bei der Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie „Umweltbonus“ wird nun auch von den Grünen kritisiert. Die Partei wirft der Bundesregierung vor, die in Aussicht gestellte attraktivere Förderung zu verzögern. Wie nach Informationen der Düsseldorfer Rheinischen Post aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht, reichte das Ressort von Minister Peter Altmaier (CDU) die Prämie erst am 20. Januar zur Prüfung bei der EU-Kommission ein.

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum Wirtschaftsminister Altmaier drei Monate gebraucht hat, um ein paar Zahlen und Wörter in der Förderrichtlinie für die Kaufprämie auszutauschen“, so Grünen-Verkehrsexperte Stephan Kühn. „Weil Altmaier die erhöhte Kaufprämie erst vor wenigen Tagen bei der EU-Kommission angemeldet hat, zieht sich die Verunsicherung für potenzielle E-Auto-Käufer weiter hin.“

Wann die neue Kaufprämie startet, traue sich selbst die Bundesregierung nicht mehr zu prognostizieren, sagte Kühn weiter. Der Wirtschaftsminister betone ständig die wirtschaftliche Bedeutung der Automobilindustrie, „mit seiner Behäbigkeit bei der Kaufprämie“ habe Altmaier jedoch für einen Einbruch beim Verkauf von Elektroautos gesorgt.

Während laut dem für den Umweltbonus zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle weiter viele Anträge für den Zuschuss eingehen, meldet der Handel eine sinkenden Nachfrage nach Stromern. „Kaum jemand kauft im Moment ein Elektroauto zu den alten Konditionen“, erklärte Ende Januar Axel Koblitz, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Diese Erfahrung würden derzeit viele Händler in Kundengesprächen machen. „Die Bundesregierung hat ein Versprechen in die Welt gesetzt und löst es jetzt nicht ein“, so Koblitz. „Der Elektromobilität, die der Staat ja eigentlich fördern will, wird damit ein Bärendienst erwiesen.“

Der Umweltbonus für reine Elektroautos beträgt aktuell 4000 Euro, finanziert jeweils zur Hälfte vom Staat und den Herstellern. Im November 2019 haben der Bund und Vertreter der Branche beschlossen, die Förderung auf bis zu 6000 Euro für Modelle mit einem Nettolistenpreis von höchstens 40.000 Euro zu erhöhen. Für teurere Elektroautos bis zu einer Grenze von 65.000 Euro soll es 5000 Euro geben.

Zum Artikel Grüne kritisieren Verzögerung bei höherer E-Auto-Kaufprämie auf ecomento.de

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