Start Elektroautos Mazda: MX-30-Batterie “verantwortungsvoll” dimensioniert – ecomento.de

Mazda: MX-30-Batterie “verantwortungsvoll” dimensioniert – ecomento.de

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Mazda: MX-30-Batterie “verantwortungsvoll” dimensioniert – ecomento.de

Mazda hat sich bei seinem ersten Elektroauto gegen den Branchentrend immer größerer Batterien für möglichst viel Reichweite entschieden. Der im zweiten Halbjahr 2020 in Europa startende MX-30 schafft mit seiner 35,5-kWh-Batterie nur 200 Kilometer gemäß WLTP-Norm. Mazda ist dennoch zuversichtlich, ein gutes Produkt zu bieten – das bekräftigte nun auch der Direktor des europäischen Entwicklungszentrums Christian Schultze.

Vergleichbare Voll-Stromer wie beispielsweise der Hyundai Kona Elektro schaffen bereits über 400 E-Kilometer mit einer Ladung. Mit Preisen ab 34.200 Euro für 289 Kilometer Reichweite ist der E-Kona auch in der Grundversion nur geringfügig teurer als der zunächst für 33.990 Euro kommende MX-30. Mazda gibt an, eine andere Strategie als der Wettbewerb zu verfolgen.

Die Batterie des MX-30 sei „verantwortungsvoll“ dimensioniert, erklärte Schultze kürzlich im Gespräch mit Automotive News. Mazda zielt demnach auf eine Ökobilanz seines Elektroautos vergleichbar mit der bei einem Dieselfahrzeug ab. Selbst nach einem Austausch des Energiespeichers nach 160.000 Kilometern, so Schultze, fielen die gesamten CO2-Emissionen des MX-30 ähnlich wie die eines Diesels aus.

Elektroautos kommen aufgrund der energieintensiven Produktion der Batterie mit einem sogenannten CO2-Rucksack auf die Straßen. Diesen machen sie laut diversen Studien aber während ihrer Einsatzzeit wieder wett. Das gelingt desto schneller, je kleiner und damit ressourcenschonender die eingesetzte Batterie ist.

Mazda argumentiert, dass etwa eine in großen, reichweitenstarken Elektroautos verbaute 95-kWh-Batterie von Beginn an für deutlich mehr CO2-Emissionen sorgt – sowohl durch die Produktion wie den höheren Stromverbrauch im Fahrzeugbetrieb. Muss der Speicher später aufgrund der über die Jahre und Kilometer nachlassenden Leistung ersetzt werden, würden sich die CO2-Emissionen nochmals erhöhen.

Der japanische Autobauer präsentiert den MX-30 also als besonders umweltschonendes Elektroauto. Dass neben Preis, Reichweite und Ladezeiten beim Autokauf die Nachhaltigkeit künftig eine stärkere Rolle spielt, glauben auch andere Hersteller. Um modernen Stromern mit mehr Reichweite und damit Alltagstauglichkeit etwas entgegensetzen zu können, sieht Mazda statt größeren Batterien Hybridtechnik vor. So soll der MX-30 später auch mit einem zusätzlichen Verbrennungsmotor als Reichweitenverlängerer angeboten werden.

Dieser Blog Artikel wurde auf ecomento.de veröffentlicht.

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