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Dienstag, Januar 28, 2020
Start Ladeinfrastruktur Stadt Wolfsburg startet eigenes Planungstool für Ladesäulen

Stadt Wolfsburg startet eigenes Planungstool für Ladesäulen

Obwohl die Stadt Wolfsburg öffentliche Ladepunkte nicht selbst aufbaut und betreibt, hat sie ein neues Angebot zur Weiterentwicklung der Elektromobilität in der Stadt geschaffen. Das Planungs- und Informationstool GEOLIS zeigt nicht nur die aktuellen Ladepunkte, sondern auch potenzielle Orte für neue Ladesäulen.

Aktuell umfasst der Bestand 350 Ladepunkte, einige werden von Volkswagen für Mitarbeiter und Kunden betrieben. Es sind jedoch auch die Ladepunkte der Stadtwerke, von kommerziellen Anbietern wie der Telekom, aber auch Ladepunkte im halböffentlichen Bereich, etwa auf Supermarkt-Parkplätzen, enthalten. Daten werden von den meisten Ladesäulenbetreibern aus Wolfsburg im GEOLIS selbst gepflegt, wie die Stadt schreibt.

Ein interessantes Feature, das über das reine Ladesäulen-Verzeichnis hinausgeht, ist die Heatmap. Diese soll interessierten Ladeinfrastrukturbetreibern und Investoren das Standortpotenzial für Schnellladepunkte anzeigen. Zu einem nicht genauer genannten späteren Zeitpunkt soll auch das Potenzial für Normalladepunkte bis 22 kW AC ergänzt werden. Mit der neuen Heatmap möchten wir für aktuelle und künftige Betreiber und Investoren von Ladeinfrastruktur schnell ersichtlich machen, wo Potenziale für neue Ladepunkte in der Stadt liegen“, sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Ein solches Angebot seitens einer Kommune ist bisher neu.“

Kartenausschnitt aus GEOLIS

Für die Heatmap nutzt die Stadt Strukturdaten, die aus einem Netzwerk von Volkswagen, Wohnungsbauunternehmen, Wirtschaftsförderern, Stadtwerke und Netzbetreiber stammen. Faktoren sind unter anderem die Bevölkerungsdichte im Geschosswohnungsbau, die Verkaufsfläche des Einzelhandels, Daten zur Anzahl von Transformatoren des Netzbetreibers, die Anzahl der Beschäftigten Personen am Arbeitsort, Parkplätze, das Verkehrsaufkommen sowie die Anschlussstellen von Autobahnen.

Dieser Wert wird alle 100×100 Meter errechnet. Wächst der Gesamtwert einer solchen 100-Meter-Zelle, etwa wegen großer Verkaufsfläche und guten Parkmöglichkeiten bei ausreichendem Stromanschluss, wird diese Fläche attraktiver bewertet. Werte einer Zelle beeinflussen auch Werte von Nachbarzellen, um praxisnahe Umkreise um punktuelle Abfragen zu ermöglichen. „Besteht beispielsweise ein Parkplatz in Autobahnnähe, ist dieser Wert nicht nur in einem 100x100m-Radius interessant, sondern abgeschwächt auch darüber hinaus“, so die Stadt.

Derzeit werden alle Faktoren gleich gewichtet. Ob eine andere Gewichtung nötig wird, sollen Erfahrungen mit dem System zeigen. Auch in anderen Punkten soll das System in diesem Jahr weiterentwickelt werden, etwa eine Echtzeit-Abfrage der Belegung der Ladepunkte. Zudem sollen „in Kürze“ die Standorte der mobilen Ladesäulen von VW abgerufen werden können. Ein erster Test von electrive.net hat solche mobilen Lader bereits angezeigt: Stand 13 Uhr am 6.1.2020 war eine mobile Ladesäule von Volkswagen Komponente am Vogtlandweg 6 – mit bis zu 100 kW Ladeleistung.
Quelle: Info per E-Mail

Dieser Blog Artikel wurde auf Energie & Infrastruktur – electrive.net veröffentlicht.

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