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Dienstag, Januar 28, 2020
Start Elektroautos VW ID.3 soll trotz "Herausforderungen" wie geplant starten

VW ID.3 soll trotz „Herausforderungen“ wie geplant starten

Ende 2019 berichtete das Manager Magazin, dass VWs für Mitte des Jahres angekündigtes Elektroauto ID.3 „mit massiven Softwareproblemen“ zu kämpfen habe. Die Wolfsburger räumten nun eine „Herausforderung“ bei ihrem neuen Batterie-Wagen ein. Den Start des Modells soll dies aber nicht verzögern.

Das Manager Magazin hatte im Dezember geschrieben, dass der ID.3 vorerst ohne vollständige Software-Architektur produziert wird. Im Frühling 2020 werde dann neuer Code aufgespielt. „Eine leistungsstarke neue Elektronik- und Software-Architektur zu etablieren, ist eine Herausforderung, die zu Schwierigkeiten oder Verzögerungen führen kann, um die wir uns derzeit kümmern“, sagte jetzt ein VW-Sprecher zu Automotive News. Er merkte an: „Der Zeitplan bleibt bestehen: Der Marktstart ist für Sommer 2020 geplant.“

Auch beim neuen Golf hatte VW zuletzt mit Verzögerungen aufgrund von Software-Problemen zu kämpfen. Die jüngste Generation sei zehnmal so komplex wie ein im Jahr 2010 gebautes Auto, erklärte das Unternehmen. Der ID.3 ist noch einmal moderner konstruiert als der neue Golf. VW stößt mit dem ersten Modell der Elektroauto-Familie ID. den Einstieg bei modernster Digital- und Konnektivitäts-Technologie an. Die zugrundeliegende Plattform ist zudem für autonomes Fahren vorbereitet.

Der rechtzeitige Start des ID.3 ist auch wichtig für VW, um die künftig strengeren Emissionsgesetze der EU zu erfüllen. Kommt das Unternehmen beim durchschnittlichen CO2-Ausstoß seiner Neuwagenflotte auf zu hohe Werte, drohen Strafzahlungen in Millionen-, möglicherweise sogar Milliardenhöhe. Von den Bändern läuft der ID.3 bereits seit November 2019, die ersten Auslieferungen waren von Anfang an für Mitte 2020 vorgesehen.

VW will in diesem Jahr laut dem Sprecher um die 100.000 ID.3 im Werk Zwickau herstellen. Die derzeit vom Band laufenden Einheiten werden dem Bericht des Manager Magazins zufolge zunächst auf eigens angemieteten Parkplätzen abgestellt. Vor der Übergabe an die Kunden sollen Servicetrupps mit mobilen Computer-Stationen die fertige Software aufspielen. Insgesamt müssten mehr als 20.000 ID.3 nachbearbeitet werden.

Nach der Auslieferung soll der ID.3 wie bei den Elektroautos von US-Branchenprimus Tesla schon lange üblich per „Over-the-Air“-Updates mit aktueller Software auf den neuesten Stand gebracht werden können.

Dieser Blog Artikel wurde auf ecomento.de veröffentlicht.

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