Start Elektroautos ZF fokussiert sich auf elektrifizierte Antriebe

ZF fokussiert sich auf elektrifizierte Antriebe

ZF fokussiert sich auf elektrifizierte Antriebe

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Der Zulieferer ZF Friedrichshafen hat angekündigt, den verbrennungsmotorischen Antrieb nicht mehr weiterzuentwickeln. Es werde auch kein neues konventionelles Getriebe von ZF mehr geben. Der große Abschied von der Verbrenner-Technik ist die Ankündigung aber nicht.

Die Ankündigung bedeutet vielmehr, dass laut der Ansicht des Zulieferers vom Bodensee der Mild-Hybrid das „neue Normal“ wird. In einem Online abgehaltenen Workshop zur E-Strategie von ZF gab der Konzern an, dass „konventionelle Getriebe ausentwickelt“ seien. Dass die konventionellen Getriebe nicht mehr weiterentwickelt werden, ist aber noch lange nicht das Aus für die Technologie.

Gerade bei Mild-Hybriden, die nicht rein elektrisch fahren können, behält der Verbrenner-Teil des Antriebsstrangs eine extrem wichtige Rolle – und damit die Getriebe. ZF wird also weiterhin Getriebe für Autos bauen, die primär mit einem Verbrennungsmotor fahren. Aber die Hybride werden Einfluss auf die künftige Entwicklung haben: Mit dem E-Motor wird sich laut ZF „die komplette Konzeption des Anfahrvorgangs, aber auch Zwischenspurts verändern“. Das könnte auch Folgen für die Anzahl der Gänge haben. Bei konventionellen Getrieben sind es inzwischen bis zu zehn Vorwärts-Gänge. Unterstützt aber das Drehmoment eines E-Motors, kann die Übersetzung anders gewählt werden – und das Getriebe einfacher und günstiger ausfallen.

Aber auch den Elektroautos will ZF ein Mehrgang-Getriebe verpassen. Bei dem Workshop weist der Konzern auf das im Vorfeld der IAA 2019 vorgestellte Zwei-Gang-Getriebe für Elektroautos hin. Bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten könne das effizienter sein, im Vergleich zu Ein-Gang-Getrieben um bis zu fünf Prozent. Bisher setzt vor allem der Porsche Taycan auf ein (anderes) Zwei-Gang-Getriebe an dem Heckmotor. Die ZF-Entwicklung ist allerdings nur für Leistungen bis 140 kW ausgelegt.

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Dass sich die öffentliche Meinung zuletzt gegen die bisher von ZF favorisierten Plug-in Hybride wendet (2019 hat das Unternehmen hierfür Milliarden-Aufträge von BMW und FCA erhalten), ist auch den Managern in Friedrichshafen nicht entgangen. Um die oft kritisierte Umweltfreundlichkeit der PHEV aufzubessern, könne sich ZF ein Belohnungssystem vorstellen, um die elektrischen Fahranteile zu erhöhen, so ZF bei dem Workshop. Zudem soll es das auf der IAA vorgestellte Konzeptauto EVPlus attraktiver machen, elektrisch zu fahren. Der EVPlus ist ein PHEV mit dem in die Acht-Gang-Automatik integrierten E-Motor. Da der Akku für ein PHEV untypische 35 kWh fasst, sollen im Realbetrieb unter allen Bedingungen 100 Kilometer rein elektrisch möglich sein. Sprich: Die Kunden würden die aktuellen PHEV vor allem wegen der geringen Reichweiten kaum laden, weil sich der Aufwand nicht lohnt.

Bei zwei Punkten blickte ZF etwas weiter nach vorne: Wie auch Konkurrent Vitesco setzt ZF künftig vor allem auf Siliziumkarbid anstelle von reinem Silizium. Damit soll die Elektronik weniger verbrauchen und mehr leisten – was der Effizienz und damit der Reichweite zu gute kommt. Auch am automatisierten Fahren, das zuletzt etwas in den Hintergrund geraten ist, arbeitet ZF nach eigenen Angaben weiter – auch wegen der Elektroautos: „Vorausschauende Fahrzeuge fahren effizienter.“
vision-mobility.de, zf.com

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Dieser Blog Artikel wurde auf Automobil – electrive.net veröffentlicht.

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